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Deutsche Schüler mit ihren Gastgebern

Als letztes Treffen der Projektpartner aus Frankreich, Schweden, Spanien, Polen und Deutschland war die Reise nach Reunion angesetzt.

Nach kurzen Startschwierigkeiten sind wir in Ulm mit dem TGV nach Paris gestartet. Von dort aus ging es über Nacht, elf Stunden lang, mit dem Flugzeug zu unserem Ziel, der Insel Reunion.

Auf der im pazifischen Ozean liegenden Insel angekommen, haben wir uns mit einem Nachmittag am Meer an die hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnt. Den Abend ließen wir mit den Lehrern in einem Restaurant ausklingen. Eine ausruhende Nacht lang blieben wir im Hotel und genossen das warme tropische Klima der Insel am Strand von Saint-Pierre.

Am Freitag fuhren wir mit den spanischen, schwedischen und polnischen Austauschschülern an die Schule Lycée Pierre Poivre, in Saint-Joseph, wo wir unserer Gastfamilien kennen gelernt haben.

Der Samstag stand als Familientag zur Verfügung, wo unsere Austauschschüler individuelles Programm unternommen haben. Manche machten eine Vulkanwanderung, andere gingen zu einem Naturpool oder einfach an den Strand. So konnten wir erste Eindrücke der wunderschönen Natur der Insel erlangen.

Sonntags startete der Tag für uns um 7.45 Uhr. Zuerst besichtigten wir das Stella Matutina Museum, in dem es um die Geschichte der Insel ging, hierbei vor allem um die Versklavung und Ausbeutung dunkelhäutiger Menschen für die Produktion von Zucker. Nach einem kurzen Picknick ging es dann weiter nach Kelonia, einer Schildkrötenfarm. Dort durften wir die Schildkröten beim Schwimmen beobachten und viel über den Panzer, verschiedene Spezies und den Körperbau lernen. Anschließend genossen wir noch die Sonne am Strand in Saint-Pierre.

Montagmorgen starteten wir mit einem stärkenden Frühstück in der Schule. Danach folgten spannende Workshops, welche aus dem Lernen von Französisch, Creol (die Nationalsprache der Insel), Spanisch, Schwedisch und Polnisch und dem Erstellen von Mindmaps zu Fragen, die uns gestellt wurden, über das Erasmusprogramm und unsere Erfahrungen und Erwartungen daran, bestanden.

Da am Dienstag auf der gesamten Insel gegen die Rentenreform gestreikt wurde, verbrachten wir den Tag wieder mit Unternehmungen zusammen mit unseren Gastgebern, welche von Shopping über schwimmen bis wandern gingen.

Mit Mittwochmorgen begann dann unser letzter Tag auf La Réunion, wieder mit Workshops. Diesmal wurden Mindmaps über gesellschaftliche Themen, die uns wichtig sind, angefertigt. Aufbauend zu den Mindmaps haben wir Protestplakate gestaltet. Außerdem hat die Kultusministerin La Réunions bei diesem Workshop der Schule einen Besuch abgestattet. Am Nachmittag wurde uns ein traditioneller Tanz beigebracht. Danach fuhren wir an den Strand „Grande Anse“ an dem wir dann ein letztes Mal das Meer genießen konnten. Der Tag endete mit einer Abschiedsfeier am diesem Strand bei der wir noch die Chance bekamen einige traditionelle Speisen der Insel zu kosten, welche von den Eltern unserer Gastschüler zubereitet wurden.

Am Donnerstag starteten wir um vier Uhr an der Schule mit einer zweieinhalb Stunden Busfahrt zum Flughafen. In Saint-Denis hatten wir Herr Ketterle mit unseren Koffern und Taschen am Flughafen gelassen, um ein bisschen die Zeit in der Stadt zu verbringen und letzte Souvenirs zu kaufen. Da es möglicherweise Hindernisse wegen der Streiks geben hätte können sind wir um eins wieder an den Flughafen gefahren und haben die restlichen acht Stunden dort verbracht. Mit ein wenig Komplikationen sind wir nach insgesamt 42 Stunden Reise mit dem TGV wieder in der Heimat angekommen.

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