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Im Dezember 2016, kurz vor Weihnachten, führte das Erasmus+ Theaterprojekt der Kaufmännischen Schule Heidenheim, die fünf Schüler/innen Marcel Jansen, Evelin Marosan, Sina Hafner, Lucas Renz und Melina Salia und die zwei Begleiterinnen, die Lehrerin Silvia Köller und die Schulsozialarbeiterin Irina Meinel nach Törökbálint bei Budapest.
Los ging es am 13.12.2016 mit dem Zug. Alle trafen sich am frühen Morgen am Heidenheimer Bahnhof und wurden dort von den Lehrerinnen Frau Dannoritzer und Frau Kriesten verabschiedet.
Die Reise dauerte den ganzen Tag, verlief aber problemlos und gemütlich. Umsteigen musste man nur in Ulm und München.
In Törökbálint gab es ein fröhliches Wiedersehen mit den Jugendlichen und Lehrerinnen der anderen Länder (Ungarn, Frankreich und Italien).
In den darauffolgenden Tagen gab es für die jungen Schauspieler/innen wieder ein volles Programm aus Theaterproben und verschiedenen Abendaktivitäten. Das Ziel der Reise war ja, das Theaterstück „Cyrano de Bergerac“, das schon in Frankreich (La Rèunion), Italien (Ischia) und in Heidenheim, in der jeweiligen Landessprache aufgeführt worden war, nun in Ungarn zwei Mal auf Ungarisch zu präsentieren.
Die Höhepunkte der Reise waren die zwei Aufführungen vor jeweils 300 Zuschauern. Die Schüler waren wieder, wie auch in den anderen Ländern, optimal für die Herausforderung von Ciro Cesarano und Audrey Saad vorbereitet worden und verzauberten ihr Publikum mit großer Spielfreude und mitreißendem Charme.
Ein Highlight aus dem Abendprogramm war sicher der Besuch der „Trap Faktory“, einem alten Fabrikgelände mit vielen Räumen aus denen man sich durch Geschicklichkeitsspiele und lösen von Aufgaben wieder befreien sollte. Und einige Tage später eine Donauschifffahrt mit Büffet am Abend. Interessant und beeindruckend auch die große Stadt Budapest in ihrem schönen Weihnachtsschmuck – Kleid.
Am 20.12. hieß es dann aber endgültig Abschied nehmen von den Projektteilnehmern die zu guten Kolleginnen und Kollegen und vor allem Freunden geworden waren.
Auf der Rückreise im Zug befragte Frau Köller unsere Schüler darüber, was ihnen das Projekt insgesamt gebracht hätte. Hier eine Zusammenfassung der Antworten:
Eveline gefiel am besten, dass sie durch das Projekt neue Freunde gefunden hat und das ist es auch, was für sie am Ende die größte Rolle gespielt habe: „am Ende bleibt die Freundschaft!“. In jedem Land gab es besondere Höhepunkte und Erlebnisse bedingt durch die jeweilige Sprache und Kultur. Faszinierend sei, dass alles gut funktioniert hätte, trotze der großen Unterschiede der einzelnen Nationalitäten.
Für Melina war dies die Einzige Reise, denn sie war für den erkrankten Leon eingesprungen. Sie konnte so das erste Mal Bühnenluft schnuppern, und das gleich mit einer internationalen Truppe! Die Theaterproben waren für sie sehr spannend. Eine wichtige Erfahrung war das Spielen von Emotionen auf der Bühne.
Auch für Sina war die Begegnung mit den unterschiedlichsten Menschen und die daraus entstandenen Freundschaften das eigentliche Highlight. Sie fand es sehr schade, dass nun das Ende der Tour gekommen war und der Abschiedsschmerz war bei allen spürbar, aber die Schülerinnen und Schüler planen schon ein privatorganisiertes Nachtreffen in Ischia und wollen auf alle Fälle in Kontakt bleiben!
Marcel fand, dass jeder einzelne Tag der Tour ein Highlight war mit viel Spaß und guter Laune bei der Arbeit und ohne Vorurteile gegenüber der Andersartigkeit der Mitstreiter, „ jeder wurde hier so angenommen wie er war“. Das Regieteam bestehend aus Ciro, Fabio und Audrey empfand er als sehr gut da sie gemeinsam wie „guter Cop und böser Cop“ die Schüler und Schülerinnen zu motivieren und anzuleiten wussten.
Für Lucas war es eine Erfahrung „zwar Lampenfieber zu haben, obwohl man eigentlich weiß, dass man es kann…“. Letztendlich war auch er natürlich sehr traurig da nun das Projekt vorbei ist. Aber er ist auch glücklich und dankbar für die Möglichkeit, durch dieses Schauspielprojekt viele verschiedene Emotionen, Sprachen und Kulturen kennen zu lernen.
Am Ende bleibt es für alle eine sehr prägende Lebenserfahrung die keiner je vergessen wird und die Erkenntnis, dass Schule auch auf diese Weise bilden kann!
Danke Europa! Merci Europe! Grazie Europa! Köszönöm Európa!

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