April 2014 Réunion: wo auch Europa ist – da wo der Pfeffer wächst

April 2014 Réunion:  wo auch Europa ist – da wo der Pfeffer wächst
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Die deutsche Gruppe vor der französischen Schule Lycée Pierre Poivre in St. Josef, Réunion
Tina Böhm (2. von links), Felizia Greiner, Katja Weber, Uli Gommel, Caroline Metzger, Carmen Kamyszek, Elke Sauter, Ingrid Kriesten

Schülerinnen des Berufskolleg Fremdsprachen der Kaufmännischen Schule Heidenheim auf Reunion. Europa, denkt man, hört spätestens im Süden der Iberischen Halbinsel auf. Weit gefehlt – Frankreich reicht bis in den Indischen Ozean – La Réunion.

Diese Insel, die man in einer Stunde von Norden nach Süden durchfahren kann, war das Ziel von 5 Schülerinnen und Begleitlehrern des Berufskollegs Fremdsprachen Französisch der Kaufmännischen Schule in Heidenheim. Im Rahmen eines europäischen Comenius-Projektes, welches an der Heidenheimer Schule aktuell mit 5 weiteren europäischen Schulen durchgeführt wird, ging es um das Thema Gewürze. Die Zentraleuropäer brachten den Gastgebern den ungarischen Paprika, den deutschen Meerrettich, die norwegischen Beeren zur Marmeladeproduktion, den spanischen Safran und die italienischen Kräuter. Die Gastgeber boten freilich ihren Gästen weit mehr, als diese sich je vorstellen konnten: In einer umfangreichen Ausstellung zeigten sie ihren Gästen die Gewürze und Früchte, welche auf der tropischen Insel wachsen: Pfeffer, Kaffee, Tee, Vanille, Zuckerrohr, Muskatnuss, Ingwer, Kurkuma und unzählige weitere – von der Pflanze bis zum Endprodukt.

Nicht umsonst waren diese Inseln im Indischen Ozean Drehscheibe für den Gewürzhandel seit Kolumbus Zeiten.

Auf dem Programm standen freilich auch der Besuch eines tropischen Gewürzgartens, die Besichtigung einer Rumfabrik und eine Wanderung auf dem Vulkan.

Darüber hinaus lernten die Schülerinnen Französisch, bekamen eine Einführung ins Kreolische – der Sprache der einheimischen Bevölkerung – und lernten Tänze, die sie gemeinsam aufführten.

Der Unterricht dauert an den französischen Schulen zumeist recht lange: von 8.00 bis 17.00 Uhr – nur der Mittwochnachmittag ist frei. Untergebracht in Gastfamilien lernten die Schülerinnen die Gastfreundschaft und das Leben der Réunionesen kennen und schätzen. Einzig störend schienen der ein oder andere Moskitostich und die Warnung vor den Haien, die die Küsten der Insel bevölkern und ausuferndem Badetourismus Einhalt gebieten. Jedoch war der Aufenthalt eine unendliche Bereicherung – vor allem im Gebrauch und Anwendung der Fremdsprachen Englisch und Französisch – und sicherlich für alle ein unvergessliches Erlebnis.

Zeitungsbericht
HZ 08.Mai 2014

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